Mit Sicherheit haben Sie in den vergangenen Jahren vom Begriff „Computerwurm“ etwas gehört. Ob aus der Presse oder aus eigener Erfahrung. Was ist das eigentlich und wie kann man sich vor Computerwürmen schützen? Das zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag!

Was ist ein Computerwurm?

Ein Computerwurm ist ein Computerprogramm oder ein Computerskript, das sich selbst vervielfältigen kann, sobald die Datei ausgeführt wird. Computerwürmer gehören zur großen Gruppe der Schadsoftware, auch Malware genannt.

Kennzeichen für Würmer sind:

  • Computerwürmer verbreiten sich über Computernetzwerke, das Internet, USB-Sticks oder andere Wechseldatenträger.
  • Ein Computerwurm kopiert sich selbst und kann sich eigenständig weiter ausbreiten, ohne dass dafür eine sogenannte „Wirtsdatei“ benötigt wird. 
  • Würmer können auf vielfältige Weise Schaden auf den betroffenen Rechnern anrichten. Häufig legen Würmer Computernetzwerke lahm, indem sie wichtigen Speicherplatz oder Ressourcen belegen. Würmer können jedoch auch Daten verändern oder die Kontrolle über einen anderen Computer übernehmen. 
  • Häufiges Vorkommen: als E-Mail-Anhang

Der Name kommt daher, da sich Computerwürmer, ähnlich wie echte Regenwürmer, selbst vermehren können.

Wie kommt der Computerwurm auf meinen Computer?

Der Computerwurm benötigt im Gegensatz zum Computervirus keinen „Wirt“, wie beispielsweise eine Computerdatei, um sich zu vermehren und zu verteilen. So kann der Wurm sich sehr schnell in ein Netzwerk verbreiten und sich im Betriebssystem einnisten.

Oftmals besteht der Wurm nur aus einem kleinen Programm oder auch nur aus einem Skript- Das ist eine kleine Datei, die bestimmte Rechenoperationen durchführt. 

In den meisten Fällen kommen Computerwürmer über E-Mail-Anhänge auf andere Rechner, so Leith Abdullah von N&A Computersysteme. Leith bietet selbst Computer Reparaturen in Bonn an und kennt das Problem sehr genau.

Sobald ein Nutzer die infizierte Datei anklickt, startet der Computerwurm seine Arbeit. Die kleine Datei kopiert sich selbst und sucht dann direkt nach einer möglichen Schwachstelle oder einer Sicherheitslücke.

Die kleine Datei kopiert sich selbst und sucht dann direkt nach einer möglichen Schwachstelle oder einer Sicherheitslücke. Ist diese gefunden, verschickt sich der Wurm selbst an andere Computer im Netzwerk. Das können andere E-Mail-Empfänger oder andere Computersysteme mit eigener IP-Adresse sein. Durch die zunehmende Vernetzung über das Internet haben Computerwürmer meist ein leichtes Spiel und können sich noch stärker und schneller verbreiten. 

In vielen Fällen ist es nicht mal zwingend notwendig, dass Sie die jeweilige Datei wirklich anklicken, damit sich der Wurm auf dem PC installiert. Manche Würmer übernehmen auch die Aktivierung Ihre Schadfunktion selbständig. Dabei reicht es aus, die infizierte Datei nur zu erhalten.

Wie erkennt man einen Computerwurm?

Es gibt einige Anzeichen, an denen man feststellen kann, ob das eigene Betriebssystem von einem Wurm befallen ist. 100 % Garantie kann man jedoch nur mit einem Virenschutzprogramm haben

Mögliche Anzeichen für einen Wurmbefall sind:

  • Ihr Computer wird plötzlich sehr langsam. Selbst einfache Programme benötigen sehr viel Zeit, um sich zu öffnen oder sie lassen sich überhaupt nicht mehr öffnen.
  • Ihr Computer führt Arbeiten aus, die Sie selbst nicht gestartet haben.
  • Sie können Ihren Computer nicht mehr hochfahren.
  • Die Auslastung Ihres Prozessors (CPU) zeigt 100 Prozent an, obwohl keine Programme ausgeführt werden.

Die Anzeichen könnten auch für einen Virus sprechen, deswegen sind diese Anzeichen keine Garantie für einen Computerwurm. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie Ihren Computer als Anwender mit einem wirkungsvollen Antivirenprogramm scannen und die Malware anschließend sicher vom Betriebssystem entfernen.

Wie kann man sich vor Computerwürmern schützen?

Die größte Sicherheitslücke ist immer noch die Person vor dem Computer. Optimieren Sie also Ihr Nutzungsverhalten, um sich bestmöglich vor Computerwürmern zu schützen.

  • Laden Sie keine Dateien aus dem Internet herunter, die nicht vertrauenswürdig sind.
  • Verwenden Sie keine USB-Sticks oder andere Wechseldatenträger von Quellen, die Sie nicht kennen.
  • Halten Sie Ihre Software immer auf dem aktuellen Stand und führen Sie alle notwendigen Updates durch.
  • Besuchen Sie nur vertrauenswürdige Internetseiten.
  • Öffnen Sie nur Mail-Anhänge und Mails von Absendern, die Sie kennen.
  • Verwenden Sie eine Firewall in Ihrem Computer oder Router.
  • Verschlüsseln Sie die Wlan-Verbindung Ihres Wlan-Netzwerks.
  • Begrenzen Sie den Zugang zu Ihrem Computer über das Heimnetzwerk.
  • Legen Sie einen Nutzer auf Ihrem Computer an und sichern Sie den Zugang mit einem Passwort.
  • Installieren Sie ein Virenschutzprogramm oder aktivieren Sie Windows Defender auf Ihrem Windows-Rechner.

Fazit

Computerwürmer machen keinen Spaß und sind gefährliche Schadprogramme, vor denen man sich in Acht nehmen muss, da sie noch weitere Malware wie Viren oder Trojaner einschleppen können.

Wer jedoch mit Vorsicht im Internet surft und unsere oben genannten Tipps beherzigt, erhöht die Sicherheit des Systems und kann einer Infektion mit einem Wurm gut vorbeugen