Ein Haus zu bauen ist keine einfache Angelegenheit und kann je nach Anforderung sehr komplex werden. In der Regel wird ein Haus in fünf Phasen gebaut. Entscheidung, Planung, Rohbau, Innenausbau und Abnahme. In diesem Beitrag gehen wir jede Phase im Detail durch.

Phase 1 – Die Entscheidungsphase beim Hausbau

Bevor du mit dem Bau deines Traumhauses beginnst, musst du einige Entscheidungen treffen. Welche Bereiche des Hauses willst du vorrangig behandeln? Was sind die wichtigsten Kriterien? Auch die Finanzierung muss im Vorfeld geklärt und gesichert werden. Wenn du noch kein geeignetes Grundstück besitzt, suche und kaufe eines. Zu guter Letzt kannst du dir den Rat und die Hilfe eines Architekten einholen.

Phase 2 – Planung

Die Planung ist entscheidend für den Bau eines Hauses, denn ohne sie kann es nicht konkret gebaut werden. In den meisten Fällen werden die Anforderungen vom Hausbauer festgelegt, der dann einen Architekten oder eine Hausbaufirma beauftragt. Vergiss nicht: Auch wenn du einen Architekten oder eine Firma beauftragt hast, musst du als Hausbauer viel Zeit und Mühe investieren. Du bist immer noch der Vertragspartner und Ansprechpartner für den Bau.

Der Architekt muss zunächst einen Entwurf für das Haus erstellen. Das erreicht er, indem er deine baulichen Wünsche und Anforderungen skizziert. Dabei muss er immer die Bauvorschriften im Hinterkopf behalten. Auf der Grundlage des Entwurfs kann eine vorläufige Kostenkalkulation erstellt werden.

Anschließend muss der Entwurf von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Dazu muss er alle behördlichen Anforderungen erfüllen. Das ist in der Regel bei einem Entwurf eines Architekten der Fall. Trotzdem kann die Genehmigung Monate dauern. Der Bau kann erst beginnen, wenn der Entwurf genehmigt wurde. Während du auf die Genehmigung wartest, kannst du mit der Planung deiner Ausführung beginnen. Nur so kann das Bauunternehmen mit dem Bau beginnen. Der Ausführungsplan enthält Angaben zu Material, Qualität und Zustand sowie Verarbeitungshinweise für die Handwerker. Der Architekt erstellt den Ausführungsplan in Zusammenarbeit mit Fachleuten wie einem Statiker. Änderungen, die von den Behörden vor der Genehmigung verlangt werden, können in der Regel in den Ausführungsplan eingearbeitet werden.

Nachdem du die verschiedenen Angebote der Baufirmen für die Arbeiten verglichen hast, kannst du die gewünschte Firma beauftragen. Dann kann der Bau endlich beginnen!

Der Bau eines Hauses ist ein großes Unterfangen. Er erfordert viel Mühe, Aufmerksamkeit und Geschick. Doch was tut man nicht alles für die eigene Immobilie?

Phase 3 – Der Rohbau

Der Bau hat endlich begonnen. Die Rohbauphase umfasst alle Aspekte des Baus, von der Erschließung des Grundstücks bis zum fertigen Rohbau. Dies ist bereits ein großer Teil aller Bauarbeiten. Für den Begriff „Rohbau“ gibt es keine gesetzliche Definition. Daher musst du sicherstellen, dass der Begriff vertraglich definiert ist.

Die Dauer der Rohbauphase hängt von der Art des Hauses ab, das gebaut wird. Es kann mehrere Wochen dauern, ein Massivhaus Stein für Stein zu bauen. Ein Fertighaus hingegen wird häufig in zwei bis drei Tagen gebaut.

Phase 4 – Die Bauphase.

Der Innenausbau beginnt, nachdem der Rohbau fertiggestellt ist und das Richtfest ordentlich gefeiert wurde. Dazu gehört es, die Innenräume bewohnbar zu machen.

Die Koordination zwischen den verschiedenen Gewerken ist in dieser Bauphase besonders wichtig, sonst kann es zu Verzögerungen oder Problemen kommen. In der Regel ist der Architekt oder das Bauunternehmen für die Baukoordination zuständig. Berücksichtige bei der Terminplanung die Trocknungszeit der Baufeuchte, die je nach Jahreszeit bis zu zwei Monate dauern kann.

Aber auch hier gilt: Wenn du dir unsicher bist, überlasse es am besten den Profis.

Phase 5 – Abnahme

Nach der Abnahme beginnt die Gewährleistungsfrist des Hausbauers. Du planst einen offiziellen Termin mit dem beauftragten Bauunternehmen für die Abnahme. Mit deiner Unterschrift bestätigst du, dass die Baufirma zufriedenstellend gearbeitet hat und keine weiteren Mängel vorhanden sind. Sollte dies nicht der Fall sein, hast du die Möglichkeit, bei der Abnahme auf alle Mängel hinzuweisen. Es wird empfohlen, dass du einen unabhängigen Sachverständigen mitbringst.

Führe Buch über alle Baumängel, auch über die, die bereits festgestellt, aber noch nicht behoben wurden.

Wir wünschen dir gutes Gelingen beim Hausbau 🙂